Golfmentoren als Chance


Carsten Moritz
Carsten Moritz

Golfmentoren sind Golfer, die ehrenamtlich und aktiv mit System neue Leute aus ihrem Umfeld für den Golfsport begeistern. Hier entstehen Chancen für Golfanlagen, die sich die Neugolfergewinnung als Ziel setzen.

 

Damit ein System mit Golfmentoren auf einer Golfanlage funktionieren kann, gibt es aus meiner Sicht einige einfache Punkte zu berücksichtigen. Dieser Vorschlag sieht wie folgt aus: 

Die beteiligten Golfanlagen stellen jeweils einen Anlagenverantwortlichen. Dieser ist im besten Fall entscheidungsbefugt. Die Anlagenverantwortlichen sind als Bindeglied zwischen den Golfmentoren und der Golfanlage zu verstehen. Es ist zweckmäßig, wenn die Anlagenverantwortlichen dafür Sorge tragen, dass die Golfmentoren m/w einen guten Stellenwert auf der Anlage erhalten. Die Golfmentoren m/w beschaffen aktiv aus Ihrem engeren und weiteren Umfeld neue golfinteressierte Leute und versuchen diese mit Unterstützung der Anlage so zu begeistern, dass sie zu Neugolfern werden und über die Kurse und Veranstaltungen eine Anlagenbindung als wichtigsten Baustein aufbauen. Danach werden die Neugolfer individuell bei ihren ersten Schritten und weiter betreut. Die Golfanlage ist in der Lage, den Neugolfern so interessante Angebote zu unterbreiten, dass die Neugolfer über die Bindung zur Anlage auf der Anlage verbleiben und spätestens dann über eine Vollmitgliedschaft anzustreben.

 

Eine wichtige Aufgabe ist nach meiner Auffassung die „Rekrutierung“ von wirklich geeigneten Golfmentoren. Dabei könnte es sinnvoll sein, dass die Werbe-bemühungen nicht nur persönlich kommuniziert werden, sondern auch z.B. über einen Aushang, auf der Homepage der Anlage, den Social-Media-Auftritten oder auf der Jahreshauptversammlung. Das Trichterprinzip gilt sowohl für Nochnichtgolfer als auch für die tätigen Golfmentoren. Die optimale Anzahl der Mentoren auf einer Anlage sollte dabei clubintern festgelegt werden. Dabei spielt zur Übersicht die  Koordinierung durch die Golfanlage eine wichtige Rolle.

 

Die Mentoren (m/w) selbst sollten idealerweise von sich aus motiviert und interessiert sein. Sie kennen grob die Hintergründe, warum es für die Anlage und die Mitglieder notwendig ist, sich als Mentor/in aktiv für die Anlage einzusetzen. Die Mentoren m/w sind in der Lage über den Tellerrand zu schauen, sich ehrenamtlich einzusetzen und nicht nur über die Anreize zu profitieren. Auch persönliche Wertschätzung wird  die Motivation des Mentors (m/w) steigern und von Anreizen unabhängig machen.    

 

Die Golfmentoren (m/w) beschaffen in erster Linie und aktiv interessierte Nochnichtgolfer über persönliche Ansprachen und Einladungen. Der Personenkreis der Nochnichtgolfer kommt zunächst über das soziale Umfeld des Golfmentors. Freunde, Bekannte, Verwandte, Kollegen, Nachbarn, Vereinskameraden etc. bilden die erste Ebene. Auf der zweiten Ebene versucht der Mentor m/w über die erste Ebene an neue Leute über den Personenkreis der ersten Ebene zu gelangen. Freundesfreunde, Freunde der Vereinskameraden usw.  Auf der dritten Ebene kann versucht werden z.B. über Gruppen in den sozialen Medien, Zeitungsanzeigen, Golfstände auf Veranstaltungen usw. zu gelangen. Der Kreativität sind regional keine Grenzen gesetzt.

 

Die Unterstützung der Anlage fängt mit der Statuserstellung auf der Anlage an. Die Wertigkeit könnte  durch Berichte auf der Homepage, im Social Net oder auf Jahreshauptversammlungen aufgestockt werden. Neben dieser Unterstützung erhalten die Mentoren für ihre Arbeit auf der Anlage praktische Unterstützung. Beispiele: Golfcart für Platzbesichtigungen, Rangebälle, Leihschläger, Gastrogutscheine für Getränke etc..

 

Anreize für die ehrenamtliche Tätigkeit der Mentoren m/w verstärken die Motivation für die aktiven Golfmentoren m/w und die Golfer, die überlegen, ein Golfmentor m/w zu werden.  Beispiele: Gutscheine für die Benutzung von Golfcarts, Greenfee-gutscheine für Gäste des Mentors, Gutscheine für Gastro, ProShop etc., ggfs. Nachlass des Mitgliedsbeitrages bei neuen Vollmitgliedschaften usw. Unterstützung und Anreize verbleiben dabei im Wirtschaftskreislauf der Golfanlage. 

 

Somit bietet aus meiner Sicht die Konzeption viel Potential zur Gewinnung von Neugolfern auf den einzelnen Anlagen.

 

Freedrop: Es wird vorgeschlagen, die Thematik in den zuständigen Gremien zu erörtern und die Systematik als neuen Baustein aufzunehmen. Für Rückfragen stelle ich mich gerne zur Verfügung.

 

 

Carsten Moritz, Golfmentor, Blogger, GC op de Niep, golfmentor@web.de

 

BIO: Carsten Moritz, Kommunalbeamter, 49 Jahre, verheiratet, 1 Kind.  Kommt aus Moers/Niederrhein und spielt im GC op de Niep. Seit  1985 dem Golfsport verbunden. Interessen sind Golfentwicklung und Neugolfergewinnung. Hat schon immer gerne Menschen für den Golfsport begeistert und wollte mit dem Forum Golfmentor dem Golfsport auf diese Weise etwas zurück geben. Weiterhin als Netzwerker aktiv und unterhält die Foren und Auftritte golfmentor, golfyourlife und inspireyourgolf. Über die Tätigkeiten führte der  Weg zu Dr. Norbert Kutschera und der CMC-Company,  wo er nebenberuflich das Team verstärkt.